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Turnierarten und Regeln

Welcher Modus passt zu Deinem Turnier? Hier findest Du den Ablauf, die Wertung und die Einstellungen der Turnierverwaltung. Beschrieben ist die aktuelle Umsetzung in CarambolCounter; ein Verbandsreglement kann davon abweichen.

Gemeinsame Einstellungen und Wertung

Turnierart und Spielart sind zwei verschiedene Dinge: Die Turnierart bestimmt die Begegnungen und das Weiterkommen, die Spielart die Billarddisziplin.

Punkte und Gleichstand

Matchpunkte sind Tabellenpunkte: Sieg 2, Unentschieden 1, Niederlage 0. Karambolagen sind die am Tisch erzielten Punkte. Bei persönlichen Distanzen entscheidet das Verhältnis Karambolagen / Distanz über das Partieergebnis. Ohne Distanz wird mit 1 gerechnet.

Beispiel mit Handicap: 20 Punkte bei Distanz 40 und 15 Punkte bei Distanz 30 ergeben beide 50 % – die Partie zählt als unentschieden. Für K.-o.-Partien gelten die unten beschriebenen Zusatzentscheidungen.

Die angezeigten Einzelspieler-Tabellen für Rundenturnier und Schweizer System sortieren nach: Matchpunkten, Mittelwert der Einzel-Durchschnitte, bestem Einzel-Durchschnitt aus nicht verlorenen Partien und schließlich Gesamtkarambolagen. Ein Einzel-Durchschnitt ist Punkte / Aufnahmen; Partien ohne gültige Aufnahmenzahl zählen nicht in den Mittelwert. Die Höchstserie (HS) wird angezeigt, ist hier aber kein zusätzliches Sortierkriterium. Bei vollständiger Gleichheit gibt es keine weitere sportliche Entscheidung.

Diese Wertungsregeln sind derzeit fest vorgegeben und im Formular nicht frei wählbar. Maßgeblich sind bestätigte Ergebnisse. Ein Entwurf kann gespeichert werden, bevor alle für den Start erforderlichen Angaben vollständig sind.

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Rundenturnier

Geeignet, wenn alle Teilnehmer mehrere Spiele erhalten sollen und am Ende eine gemeinsame Tabelle entscheidet. Niemand scheidet nach einer Niederlage aus.

Ablauf und Regeln

Vollständig: Jeder spielt genau einmal gegen jeden anderen. Bei n Spielern hat jeder n − 1 Partien; insgesamt sind es n × (n − 1) / 2. Beispiel: 8 Spieler haben jeweils 7 Spiele, insgesamt 28 Partien. Spielfreie Durchgänge bei ungerader Teilnehmerzahl bringen keine Punkte.

Kompakt: Ab 7 Spielern und mindestens 2 Tischen ist ein begrenzter Spielplan wählbar. Jeder spielt 4 Partien gegen verschiedene Gegner; nicht jeder trifft auf jeden. Die Paarungen stehen im Voraus fest und werden nicht nach Ergebnissen neu gebildet. Bei 8 Spielern sind es 16 Partien insgesamt.

Es gilt die oben beschriebene Einzelspieler-Wertung mit 2/1/0 Matchpunkten. Nach dem letzten Spiel entscheidet die Tabelle; eine K.-o.-Endrunde ist in diesem Modus nicht enthalten.

Einstellungsmöglichkeiten

Gemeinsame Einzelturnier-Einstellungen sowie „Vollständig“ oder, bei geeigneter Spieler- und Tischzahl, „Kompakt“. Das Formular zeigt den daraus entstehenden Spielumfang an. Tischzahl und Teilnehmerzahl beeinflussen die Planung der Durchgänge.

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Schweizer System

Geeignet für viele Teilnehmer bei begrenzter Rundenzahl. Alle bleiben im Turnier; nach jeder Runde werden möglichst ähnlich erfolgreiche Spieler gegeneinander gepaart. Es gibt keine automatische K.-o.-Endrunde.

Ablauf und Regeln

  1. Erste Runde: obere gegen untere Hälfte der eingegebenen Rangliste. Bei 8 Spielern: 1–5, 2–6, 3–7 und 4–8.
  2. Weitere Runden: nach Matchpunkten und danach nach Gesamtkarambolagen / Gesamtaufnahmen sortieren. Anschließend werden die verbleibenden Spieler der Reihe nach gepaart: 1–2, 3–4 usw.
  3. Erst wenn alle Partien der aktuellen Runde bestätigt sind, kann die Turnierleitung die nächste Runde erzeugen. Die spätere Paarung steht deshalb vor Turnierbeginn noch nicht fest.
  4. Bei ungerader Teilnehmerzahl gibt es ein Freilos: in Runde 1 für den ersten Spieler der Liste, später für den bestplatzierten Spieler, der noch keines hatte. Es zählt 2 Matchpunkte und geht nicht in den Durchschnitt ein. Hatten bereits alle ein Freilos, erhält es der aktuell Erstplatzierte erneut.

Beispiel: 8 Spieler und 3 Runden ergeben 3 Partien pro Spieler und 12 Partien insgesamt. Ein Sieg bringt 2 Matchpunkte, ein Unentschieden 1 und eine Niederlage 0. Nach der festgelegten Rundenzahl entscheidet die Tabelle.

Einstellungsmöglichkeiten

Zusätzlich zu den gemeinsamen Einzelturnier-Einstellungen kann die Rundenzahl vorgegeben werden. Bleibt sie leer, wird log₂(Spielerzahl) aufgerundet: 8 Spieler → 3 Runden, 9 bis 16 Spieler → 4 Runden. Das ist eine Vorgabe der Anwendung, keine allgemeine Pflichtregel.

Besonderheiten der aktuellen Umsetzung

Dies ist eine vereinfachte Schweizer Variante: Wiederholungspaarungen werden derzeit nicht verhindert. Es gibt keine Buchholz-Wertung (Wertung anhand der Gegnerpunkte). Die Freilosvergabe bevorzugt die Spitze. Außerdem verwendet die Paarung Gesamtpunkte / Gesamtaufnahmen, die sichtbare Tabelle dagegen den Mittelwert der Einzel-Durchschnitte mit weiteren Zusatzwertungen. Bei Punktgleichheit können die Reihenfolgen deshalb voneinander abweichen.

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Einfache K.-o.-Runde

Geeignet für eine direkte Entscheidung im Turnierbaum. Der Sieger kommt weiter; nach einer Niederlage ist der Titel nicht mehr erreichbar. Die Halbfinalverlierer spielen gegebenenfalls noch um Platz 3.

Ablauf und Regeln

Die Spielerliste dient als Setzliste. Der Baum wird auf 2, 4, 8, 16 usw. Plätze erweitert; nicht besetzte Plätze werden zu Freilosen und automatisch aufgelöst. Bestätigte Sieger werden in die nächste Runde übernommen. Bei einem Baum mit Halbfinale wird automatisch ein Spiel um Platz 3 angelegt.

Eine K.-o.-Partie braucht einen Sieger. Bei gleichem Ergebnis nach Berücksichtigung der Distanzen entscheidet die höhere Höchstserie aus den erfassten Aufnahmen. Ist auch diese gleich oder für beide nicht erfasst, wählt die Anwendung den Sieger zufällig und speichert die Entscheidung. Ein gesondertes Entscheidungsspiel wird derzeit nicht automatisch verwaltet.

Beispiel: 8 Spieler spielen Viertelfinale, Halbfinale und Finale – 7 Partien um den Titel, dazu das automatisch angelegte Spiel um Platz 3: insgesamt 8 Partien.

Einstellungsmöglichkeiten

Gemeinsame Einzelturnier-Einstellungen und die Rangfolge der Spieler. Freilose ergeben sich aus der Teilnehmerzahl. Das Spiel um Platz 3 und die Gleichstandsentscheidung sind derzeit nicht als Optionen einstellbar.

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Doppelte K.-o.-Runde

Geeignet, wenn eine erste Niederlage noch eine zweite Chance lassen soll. Es gibt einen Gewinnerbaum und einen Verliererbaum.

Ablauf und Regeln

Wer im Gewinnerbaum verliert, wechselt in den Verliererbaum. Wer dort verliert, scheidet aus. Die Sieger beider Bäume treffen im großen Finale aufeinander. Setzung und Freilose entstehen aus der eingegebenen Rangliste; die Weiterleitung erfolgt nach Bestätigung der Ergebnisse.

Die aktuelle Variante hat genau ein großes Finale, ohne Wiederholungsfinale („Bracket Reset“). Verliert der bis dahin ungeschlagene Finalist dieses Spiel, ist das Turnier trotzdem entschieden. Die Regel „Ausscheiden erst nach zwei Niederlagen“ gilt deshalb nicht uneingeschränkt für das Finale.

Bei Gleichstand gilt dieselbe Entscheidung wie im einfachen K.-o.: zunächst Höchstserie, danach Zufall. Es gibt kein zusätzliches Spiel um Platz 3.

Einstellungsmöglichkeiten

Gemeinsame Einzelturnier-Einstellungen und Rangfolge der Spieler. Ein Wiederholungsfinale ist nicht zuschaltbar. Der zusätzliche Verliererbaum benötigt mehr Partien und Zeit als ein einfaches K.-o.

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Mannschaftsliga – einfach

Jede Mannschaft trifft einmal auf jede andere. Eine Mannschaftsbegegnung besteht aus mehreren Einzelpartien. Die Aufstellung wird für die jeweilige Begegnung festgelegt.

Punkte und Gleichstand

Jede Einzelpartie bringt 2/1/0 Partiepunkte. Die Summe entscheidet über den Mannschaftssieg. Dafür erhält die Mannschaft 2 Tabellenpunkte, bei Unentschieden 1, bei Niederlage 0. Beispiel: Vier Einzelpartien ergeben 6:2 Partiepunkte – die siegreiche Mannschaft erhält 2 Tabellenpunkte.

Die Mannschaftstabelle sortiert nach Mannschaftspunkten, danach nach der Summe der Einzelspiel-Matchpunkte und schließlich nach Gesamtkarambolagen / Gesamtaufnahmen der Mannschaft. Persönliche Distanzen werden beim Vergleich der Einzelpartien berücksichtigt. Spielfreie Mannschaften erhalten keine Punkte.

Einstellungsmöglichkeiten

Mannschaften, Spielart, Aufnahmen und 2 bis 8 Spieler pro Mannschaft; optional Warm-up und Shotclock. Die Aufstellungen und Distanzen werden je Begegnung gepflegt. Alternativ zur einzelnen Disziplin kann „Mehrkampf“ gewählt werden. Es gibt keine anschließende K.-o.-Runde.

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Mannschaftsliga – Hin- und Rückrunde

Es gelten dieselben Regeln und Einstellungen wie in der einfachen Mannschaftsliga. Jede Paarung findet zweimal statt, mit vertauschtem Heim- und Gastrecht in der Rückrunde. Alle Ergebnisse zählen gemeinsam in eine Tabelle.

Beispiel: 6 Mannschaften haben je 10 Begegnungen, insgesamt 30 Mannschaftsbegegnungen. Bei 4 Einzelpartien je Begegnung sind das 120 Einzelpartien. Es gibt weder Ausscheiden noch eine automatische Endrunde.

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Mehrkampf in der Mannschaftsliga

Mehrkampf ist eine Disziplinoption der einfachen oder doppelten Mannschaftsliga, kein eigener Paarungsmodus. Eine Begegnung kombiniert mehrere Disziplineinträge; deren Zahl bestimmt die Zahl der Einzelpartien.

Ablauf und Regeln

Für die Ergebniswertung werden die Karambolagen mit Disziplinfaktoren gewichtet: Freie Partie ×2, Cadre 35/2 ×4, Cadre 52/2 ×6, Cadre 52/1 ×6, Einband ×8 und Dreiband ×15. Danach werden die persönlichen Distanzen berücksichtigt. Die Partien liefern wie sonst 2/1/0 Matchpunkte.

Die Rangfolge der Mannschaften bleibt: Mannschaftspunkte, Einzelspiel-Matchpunkte, Mannschaftsdurchschnitt. Der Durchschnitt der Mannschaftstabelle wird aktuell aus ungewichteten Karambolagen und Aufnahmen berechnet. Die Disziplinfaktoren sind fest vorgegeben.

Einstellungsmöglichkeiten

In einer Mannschaftsliga unter „Spielart“ die Option „Mehrkampf“ wählen. Mindestens zwei Disziplineinträge mit jeweils Spielart, positiver Distanz und Aufnahmenlimit erfassen. Warm-up und Shotclock bleiben optional. Die Liga kann einfach oder mit Hin- und Rückrunde gespielt werden.

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Gruppenphase + K.-o.

Zuerst die Spieler eingeben, dann eine beliebige Gruppenzahl mit mindestens drei Spielern je Gruppe wählen. Je Gruppe qualifizieren sich 1 oder 2 Spieler; bei einer Gruppe 2. Gruppengrößen unterscheiden sich höchstens um eins.

Zunächst spielt innerhalb jeder Gruppe jeder gegen jeden. Eine vorher festgelegte Zahl der Bestplatzierten qualifiziert sich für die einfache K.-o.-Endrunde. Beispiel: 16 Spieler, 4 Gruppen à 4, die besten 2 jeder Gruppe kommen ins Viertelfinale; anschließend Halbfinale und Finale.

Gruppen können manuell, per gespeicherter Auslosung oder nach Setzliste im Schlangenverfahren eingeteilt werden. Freie Plätze im Endrundenbaum gehen an die besten Nächstplatzierten oder werden Freilose. Nächstplatzierte werden nach Matchpunkten je Partie, Gesamtdurchschnitt, bestem Durchschnitt und Karambolagen je Partie verglichen. Relevante Gleichstände benötigen eine dokumentierte Entscheidung. Platz 3 ist optional.

Wertung: 2/1/0 Matchpunkte → Gesamtdurchschnitt (Summe Punkte / Summe Aufnahmen) → bester Einzel-Durchschnitt aus nicht verlorenen Partien → Gesamtkarambolagen. Relevante Gleichstände brauchen eine dokumentierte Entscheidung; in der K.-o.-Phase ein Entscheidungsspiel.

Nur bestätigte Ergebnisse zählen. Fehlende Aufnahmen oder relevante Gleichstände erfordern eine Korrektur oder eine begründete Entscheidung der Turnierleitung (Entscheidungsspiel, vorher vereinbartes Los oder Entscheidung bei fehlenden Daten). Nach abgeschlossener Vorrunde die Qualifikation und Gesamttabelle prüfen. Die Paarungen können frei gesetzt oder nach Gesamttabelle (Beste gegen Schlechteste) vorgeschlagen werden. Mit „Paarungen übernehmen und K.-o.-Phase starten“ werden Qualifikation und Entscheidungen mit Benutzer/Zeitpunkt gespeichert und Vorrundenergebnisse gesperrt. Die Paarungen weiterer K.-o.-Runden sind bis zum Beginn der jeweiligen Runde bearbeitbar. Das Turnier endet nach allen Endrundenspielen einschließlich eines gewählten Platz-3-Spiels.

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